Impfkomplikation nach AstraZeneca?
Geänderte Laboranforderung bei vakzin-induzierter prothrombotischer Immunthrombozytopenie (VIPIT) und atypischer HIT (aHIT)
Aus aktuellem Anlass verweisen wir auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Labor (StaeKoLa) der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) vom 1. April 2021:
Bei Verdacht auf eine autoimmune Reaktion nach Impfung mit AstraZeneca muss der HIT-Nachweis mittels eines alternativen PF4 IgG-ELISA-Verfahrens durchgeführt werden. Nähere Informationen finden Sie im >> Algorithmus der GTH.
Korrekte Laboranforderung
Die Laboranalytik mittels eines gesonderten Verfahrens erfordert folgendes Vorgehen:
Bei Auftreten einer Thrombozytopenie (< 100 G/l) an Tag 4 bis 20 nach Impfung mit AstraZeneca und Nachweis einer Thrombose muss ein gesonderter Hinweis auf dem Überweisungsschein zwingend erfolgen, um eine schnelle und sichere Abklärung durch den o.g. PF4 IgG-ELISA zu ermöglichen.
- Bitte notieren Sie deshalb auf dem Überweisungsschein zusätzlich: V.a. VIPIT/aHIT nach AstraZeneca-Impfung - EILT
- Das Untersuchungsmaterial (Serum) wird sodann umgehend zur Analytik an das ZKT Zentrum für Klinische Transfusionsmedizin nach Tübingen weitergeleitet. Ergebnisse stehen nach ca. 2 Werktagen zur Verfügung.
Bei Rückfragen steht Ihnen unsere >> Abteilung für Hämostaseologie jederzeit zur Verfügung.
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