Beschluss des G-BA zur Darmkrebsvorsorge
Umstellung des Darmkrebs-Screenings auf immunologischen Nachweis von Blut im Stuhl
Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, in Zukunft zur nicht invasiven Darmkrebsvorsorge nur noch immunologische Tests auf okkultes Blut im Stuhl zuzulassen. Durch den Beschluss wird, nach Prüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der enzymatische Test (Guajak) abgelöst.
Im Rahmen der Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie zu einem organisierten und qualitätsgesicherten Screening-Programm durch den Gemeinsamen Bundesausschuss hat dieser im April 2016 beschlossen, dass bei der Früherkennung von Darmkrebs zukünftig neue Testverfahren anzuwenden sind.
Der Beschluss sieht vor, den enzymatischen Test auf okkultes Blut im Stuhl (Guajak) durch den sensitiveren immunologischen Nachweis zu ersetzen.
Der G-BA-Beschluss liegt derzeit dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vor und tritt nach Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in weiten Teilen im Oktober 2016 in Kraft. Das Merkblatt zur Darmkrebsfrüherkennung, das auf der Durchführung eines Guajak-basierten Stuhltests basiert, verliert dann seine Gültigkeit.
Das MVZ Labor Ravensburg bietet zur nicht invasiven Darmkrebsvorsorge schon seit Jahren den immunologischen Nachweis von Hämoglobin und Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex im Stuhl an. Durch die Kombination beider Tests kann eine Steigerung der Sensitivität erreicht werden.
Bitte beachten Sie, dass die Stuhlproben (zwei Stuhlproben von jeweils mind. 1 g einsenden) innerhalb von 24 Stunden das Labor erreichen müssen. Andernfalls müssen sie tiefgefroren transportiert werden.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung (Abteilung Immunologie im MVZ Labor Ravensburg).
Quellen:
G-BA Pressemitteilung vom 21. April 2016: https://www.g-ba.de/downloads/34-215-616/15-2016-04-21_KFE-RL_iFOBT.pdf